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Hör' was er zu sagen hat

Vor einigen Jahren traf ich auf eine Familie mit einem Jungen, der die zweite Klasse besuchte. Er war ein lebendiges Kind, voller Tatenkraft und Freude. Am liebsten hielt es sich im Garten auf und baute für sich Höhlen. "Wenn ich mal groß bin, dann möchte ich Naturschützer werden", das erzählte er mir immer und immer wieder.

 

Seine Eltern unterstützend ihn in allen Lebenslagen, ob es die Schule betraf oder das private Umfeld. Auch das Material für seine Höhlen und Baumhäuser wurden immer liebevoll ausgewählt. Besonders zu seiner Mutter hatte er eine ganz besondere Beziehung. Jedes Kind hat eine ganz besondere Beziehung zu der Mutter, da beide durch die Schwangerschaft eine andere Art der Verbundenheit spüren. Ob bewusst oder unbewusst.

 

An dieser Stelle möchte ich allen Müttern auf dieser Welt danken! Vielen Dank, dass ihr euch für das Wunder des Lebens bereit gestellt habt und uns Kinder neun Monate lang zu behüten damit wir in Ruhe wachsen können, Vielen Dank !

 

Wie sich bald heraus stellen wird gab es noch etwas was den Jungen und seine Mutter verbindet. 

 

Nach einigen Besuchen sprach mich die Mutter ganz aufgeregt allerdings auch im vollsten Vertrauen zu ihrem Sohn an. "Gestern beim Vorlesen im Bett erzählte er mir, dass er einen Schutzengel hat. Dieser ist ständig an seiner Seite und spricht oft mit ihm. Ich fragte ihn, ob er weiß wie er heißt und was er ihm so erzählte. Natürlich sagte ich, nur wenn er mit mir darüber sprechen möchtest". Da kam er auch schon in das Zimmer und bemerkte, dass seine Mutter mir von seinem Engel berichtet. Voller Freude und Elan erzählte er: "Ich habe einen Schutzengel, das ist mein Opa. Er ist immer an meiner Seite, hört mir zu und beschützt mich. Mama, Opa sagt mir gerade; solange du rauchst bist du innerlich verschlossen und kannst dich nicht angebunden fühlen".

 

Wir drei guckten uns mit einem Lächeln an, seine Mutter nahm ihn in den Arm und hielt für einige Zeit inne. "Vielen Dank mein kleiner Schatz, vielen Dank Papa". Freudentränen liefen ihr über die Wangen herunter, ich reichte ihr ein Taschentuch und lief die drei diesen wertvollen Moment genießen.

 

Sie hat viele Monate darüber nachgedacht, wie sie wieder ihre innere Balance finden kann. Sie wusste, im Außen kann sie es nicht finden. Nach zwei Tagen rief mich die Mutter an, sie habe die Entscheidung getroffen mit dem Rauchen aufzuhören. Seit 3 Jahren ist sie rauchfrei. Der Junge berichtet noch heute von den Erlebnissen mit seinem Großvater, seine Mutter hat seit Tag eins keinen Zweifel daran und genießt jedes Wort ihres Sohnes. Beide verbindet nun noch mehr. Sie wollen ein gemeinsames Buch schreiben und anderen berichten wie es ist hinzuhören und hinzuschauen.

 

 

Alles beginnt mit einer Entscheidung.